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Franchise in Fangchenggang: Was deutsche Gründer vor dem Unterschreiben prüfen müssen

Franchise in Fangchenggang: Der Teufel steckt im Kleingedruckten Vor ein paar Wochen saß ich mit einem deutschen Unternehmer in einem kleinen Büro in Fangchenggang, direkt am Beibu-Golf. Er hatte sich in ein Konzept für asiatische Street-Food-Ketten verliebt – niedrige Eintrittsgebühr, bekannter Markenname, „erprobtes System“. Der Vertrag lag auf Chinesisch vor, die englische Übersetzung war, freundlich gesagt, kreativ. Klausel 7.3 regelte die „Exklusivität“ so vage, dass der Franchisegeber am selben Tag einen zweiten Standort zwei Kilometer weiter eröffnen konnte. Klausel 12 zur Kündigung ließ ihm 30 Tage, aber dem Franchisegeber nur 7. Und die Markenrechte? Lagen bei einer Holding auf den Cayman Islands, nicht beim chinesischen Vertragspartner. ...

2026-08-21 · 2 Minuten · 1538 Wörter · JingJing

Agenturverträge in Laibin, Guangxi: Was deutsche Gründer wissen müssen

Agenturverträge in Laibin: Warum „Standardvorlagen“ teuer werden können Mitte 2024 saß ich mit einem Gründer aus München in einem Videocall. Sein Startup – ein SaaS-Tool für Logistikoptimierung – wollte über einen lokalen Partner in Laibin, Guangxi, den südchinesischen Markt aufrollen. Der Partner legte einen „Standard-Agenturvertrag“ vor, dreisprachig (Deutsch, Englisch, Chinesisch), 12 Seiten, sah sauber aus. Unser Kunde wollte unterschreiben, „damit es endlich losgeht“. Zwei Wochen später lag der Entwurf auf meinem Schreibtisch. Was wir fanden: Keine klare Definition des „Gebiets“ (Laibin? Ganz Guangxi? Südchina?), keine Regelung zu Sub-Agenten, eine Kündigungsfrist, die nur für den deutschen Prinzipal galt, und eine Gerichtsstandsklausel, die exklusiv das Volksgericht Laibin vorsah – ohne Schiedsgerichtsbarkeit, ohne Sprache, ohne anwendbares Recht. Kurz: Ein klassischer Fall von „Copy-Paste-Juristik“, der im Streitfall den deutschen Unternehmer schutzlos stellt. ...

2026-08-13 · 2 Minuten · 1471 Wörter · JingJing

Steuerfallen in Nanning: Was deutsche Gründer über grenzüberschreitende Beratung wissen müssen

Warum Nanning für deutsche Gründer ein steuerliches Minenfeld ist Nanning, die Hauptstadt von Guangxi, wird oft als das Tor zu ASEAN gepriesen. Kostenlose Handelszonen, günstige Arbeitskräfte, Nähe zu Vietnam – auf dem Papier klingt das nach dem perfekten Sprungbrett für deutsche Mittelständler, die nach Südostasien expandieren wollen. Aber wer hier nur die Förderprospekte liest und den Steuerberater zu Hause in München fragt, zahlt Lehrgeld. Und zwar oft richtig viel. Die Realität vor Ort sieht anders aus: Chinesisches Steuerrecht ist nicht einheitlich. Was in Shanghai Routine ist, kann in Nanning ganz anders gehandhabt werden. Lokale Finanzämter (税务局) haben eigene Auslegungsspielräume, besonders bei der Einkommensteuer für ausländische Unternehmen (企业所得税) und der Mehrwertsteuer (增值税). Hinzu kommen Sonderregelungen in den Entwicklungszonen wie der Nanning National High-Tech Zone oder der Qinzhou Bonded Port Area – die aber oft an Bedingungen geknüpft sind, die man erst kennt, wenn man schon drinsteckt. ...

2026-08-08 · 2 Minuten · 1534 Wörter · JingJing