Mitarbeiter kündigen in Lincang: Fallstricke & Anwalts-Tipps für Deutschland-Unternehmer
Kündigung in Lincang: Warum „einfach Brief schreiben“ in China scheitert Lincang im Südwesten Yunnans – bekannt für Tee, Kaffee und die Grenze zu Myanmar. Für deutsche Mittelständler, die hier eine Niederlassung oder ein Joint Venture betreiben, ist die Region attraktiv: niedrigere Lohnkosten, Förderprogramme für Grenzhandel, wachsende Infrastruktur. Aber: Wer hier einen Mitarbeiter trennt, stolpert oft über Details, die im deutschen Arbeitsrecht gar keine Rolle spielen. China’s Labor Contract Law (劳动合同法) kennt keine „freie Kündigung“. Jede Beendigung braucht einen gesetzlichen Grund – und die lokale Arbeitsbehörde (人社局) in Lincang prüft streng. Ich kenne Fälle, wo ein deutscher Geschäftsführer die Kündigung per E-Mail aus Frankfurt schickte, weil „der Mitarbeiter eh nicht mehr da war“. Ergebnis: Schadenersatz in Höhe von 2 N (doppelte Abfindung) plus offene Löhne, weil die Schriftform nach chinesischem Recht fehlte und die Anhörung des Betriebsrats (工会) unterblieb. ...